COVID-19-Pandemie in Deutschland

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie energiewirtschaftlich auf Unternehmen aus?

Welche energiewirtschaftlichen Entscheidungen müssen Unternehmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie treffen?

Die Covid-19-Pandemie sorgt vielerorts für Unterbrechungen der Lieferketten und folglich für Produktionsrückgänge bei produzierenden Unternehmen. Mitarbeiter können nicht zur Arbeit erscheinen, weil sie in Quarantäne sind, selbst infiziert wurden oder Ausgangsbeschränkungen herrschen.

In diesen Zeiten der Unsicherheit möchten wir Sie dabei unterstützen, die energiewirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu verstehen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und Kosten soweit möglich zu beschränken.

Dazu haben wir die wichtigsten Fragen zu Energiethemen beantwortet. Dieses FAQ werden wir ständig erweitern und aktualisieren – schauen Sie regelmäßig vorbei oder nutzen Sie unseren Update-Service.

FAQ

Ist die Versorgungssicherheit bei Strom und Gas gewährleistet?

Nach Einschätzung von Energieversorgern und Netzbetreibern ist die Versorgungssicherheit für Strom und Erdgas auch während der Corona-Pandemie gewährleistet.

Als Betreiber kritischer Infrastrukturen verfügen diese Unternehmen über entsprechende Notfallpläne und führen regelmäßig Risikoanalysen durch.

Weitere Informationen sind auf der Seite des BDEW zu finden.

Wem muss ich einen Produktionsrückgang melden?

Durch die umfassenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind vielerorts Produktionsrückgänge und damit einhergehend eine sinkende Energienachfrage zu verzeichnen.

Um das Netz stabil zu halten, ist es für die Energielieferanten und Netzbetreiber wichtig, möglichst genaue Informationen zu der zukünftigen Entwicklung des Strom- oder Gasverbrauchs zu erhalten. Daher sind aktuell alle Unternehmen dazu angehalten, mögliche Verbrauchsänderungen, z. B. durch

  • Reduzierung der Produktionskapazität
  • Werkschließungen
  • Betriebsferien

an ihre Energielieferanten zu melden (dazu können Sie sogar vertraglich verpflichtet sein).

Mit diesen Informationen können die Energieversorger und Netzbetreiber die Situation besser einschätzen und falls notwendig entsprechende Maßnahmen zur Sicherung der Netzstabilität ergreifen.

Mein Vertrag beinhaltet Mengenbeschränkungen - was muss ich tun?

Viele Energielieferverträge beinhalten “Flexibilitätsrahmen”, also Toleranzregelungen zu Mehr- bzw. Mindermengen. Das bedeutet: Wenn ein bestimmtes Toleranzband (z. B. 80 / 120 %) über- oder unterschritten wird, können Zusatzkosten für Unternehmen anfallen.

Falls Unternehmen z. B. durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie eine deutliche Änderung der Strom- oder Gasabnahme zu verzeichnen haben, ist es möglich, dass diese teuren Regelungen greifen.

ECG empfiehlt: Kontaktieren Sie frühzeitig Ihre aktuellen Energielieferanten und loten Sie Lösungen aus, falls signifikante Änderungen in der Energieabnahme, z. B. durch Produktionsrückgänge, zu erwarten sind.

Welche Auswirkungen hat dies auf die EEG-Antragsstellung?

Das BAFA hat bereits anerkannt, dass die Corona-Pandemie die Einhaltung der materiellen Ausschlussfrist (30.06.2020) unmöglich machen könnte. Das BAFA wertet diese Umstände als „höhere Gewalt“ und wird entsprechend Nachsicht walten lassen, wenn eine vollständige Antragstellung, insbesondere die Einreichung der fristrelevanten Unterlagen „Wirtschaftsprüfervermerk“ und „Zertifizierungsbescheinigung“, wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht ordnungsgemäß bis zum 30.06.2020 erfolgen kann (BAFA-Pressemitteilung vom 20.03.2020).

Betroffenen Unternehmen sind verpflichtet, die ordnungsgemäße Antragstellung unverzüglich nachzuholen. Bei Antragstellung ist dem BAFA mitzuteilen, warum die Auswirkungen der Corona-Pandemie eine fristgerechte Antragstellung unmöglich machten.

ECG empfiehlt: Eröffnen Sie in jedem Falle einen Antrag für das Begünstigungsjahr 2021 und laden Sie verfügbare Informationen im BAFA-Portal hoch. Fehlende Informationen können dann nachträglich hochgeladen werden.

Neue Bekanntmachungen erwartet ECG nach der BAFA Videokonferenz am 26.03.2020.

Weitere Informationen sind auf der Website der BAFA zu finden.

Kann ich meine geplanten Audit-Termine weiter durchführen?

ECG liegen bereits Informationen von verschiedenen Zertifizierern vor, dass Audit-Termine während der Corona-Pandemie weiterhin stattfinden können. Diese werden jedoch in den meisten Fällen mit möglichst geringer Vor-Ort-Begehung oder komplett ohne Vor-Ort-Termin durchgeführt. Die Zertifizierer haben hier individuelle Lösungen, die je nach Art des Unternehmens und des Audits unterschiedlich ausfallen können. ECG selbst führt Audits aktuell wenn möglich Remote durch, um die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern zu schützen.

Auch das Verschieben von Auditierungen ist möglich. Die Zertifizierer warnen jedoch, dass dies später zu einem entsprechenden Terminrückstau führen kann.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat in Bezug auf die Durchführung der Energieaudits bereits angekündigt, dass die besonderen Umstände aufgrund von Corona berücksichtigt werden. Hiefür müssen Sie gegebenenfalls dokumentieren, warum das Energieaudit nicht durchgeführt werden kann. Audits müssen unverzüglich nachgeholt werden, sobald die Ausnahmesituation beendet ist. Während der Krise verzichtet das BAFA auch auf die Stichprobenkontrollen.

Weitere Informationen sind auf der Seite des BAFA zu finden.

In jedem Fall sollten Unternehmen bei Bedarf Kontakt mit dem Zertifizierer aufnehmen um den Einzelfall zu klären.

Was passiert, wenn ich die Fristen bei der Strompreiskompensation oder des Emissionshandel nicht einhalten kann?

Die DEHSt (Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt) wird bei Fristversäumnissen im Einzelfall die Umstände berücksichtigen, wenn diese nachweislich Pandemie-bedingt sind (Mailing vom 20.3.2020).

Weitere Informationen sind auf der Website der DEHST zu finden.

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf meine Energie-Beschaffung aus?

Durch die Corona-Pandemie sind die Energiepreise abgestürzt. Aktuell kann niemand abschätzen, wie sich die Märkte kurzfristig entwickeln werden, und ob die Talfahrt anhält.

ECG empfiehlt: Sofern Energielieferverträge für das laufende Jahr abgeschlossen sind, besteht kein akuter Handlungsbedarf. Gegebenenfalls können Sie die Marktentwicklung für die Folgejahre nutzen. Unsere Mitarbeiter stehen unter digital@ecg-kehl.de für Rückfragen und Empfehlungen zu möglichen Handlungsoptionen zur Verfügung.

Welche Auswirkungen hat das Maßnahmenpaket der Bundesregierung auf die Energiesteuern?

Das Maßnahmenpaket „Ein Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“ weist die Zollverwaltung an, den Steuerpflichtigen – z. B. bei der Energiesteuer – in entsprechender Art und Weise entgegenzukommen. Daraus lassen sich derzeit allerdings keine konkreten Sachverhalte ableiten.

ECG empfiehlt: Unternehmen, die Maßnahmen zur Steigerung der Liquidität einleiten möchten, ihre Rückerstattungsanträge zur Strom- und Energiesteuer, quartalsweise statt jährlich zu stellen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Alle Angaben sind ohne Gewähr und unter Ausschluss jeglicher Haftung.

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Wenn es um den Einkauf und den Einsatz von Strom und Erdgas geht, das Management von Emissionsrechten, das Aufdecken von Einsparpotenzialen und die Wahrnehmung von staatlichen Regularien, aber auch von Fördermitteln:

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1986 aus der Energieabteilung der Badischen Stahlwerke hervorgegangen, haben wir unser Leistungsspektrum kontinuierlich erweitert und beraten heute große Industrieunternehmen ebenso wie mittelständische Betriebe.

Als „externe Energieabteilung“ bündeln wir das nötige Know-how – aktuell und lieferantenunabhängig.

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